T-Mobile G1 im Test: Wer Google mag, mag auch das G1

Foto: T-Mobile
Noch ist es in Deutschland gar erhältlich, da gibt es schon die ersten Tests. Das Google Phone G1 von T-Mobile elektrifiziert die Gemüter. Ist das neue Handy mit Android-Betriebssystem vielleicht endlich der große iPhone-Killer, der – allen HTC Touchs und Samsungs Qbowls zum Trotz – auch nach zwei Jahren immer noch gesucht wird? Nebenbei bemerkt: Auch beim Google-Phone G1 handelt es sich um ein HTC Touch. Ab 2. Februar ist es jetzt jedenfalls soweit. Dann beginnt auch in Deutschland der Verkauf des T-Mobile G1.
In den Vereinigten Staaten ist das Internet-Handy laut Konzernaussagen der erfolgreichste Produktstart von T-Mobile USA überhaupt. Mehrere hunderttausend Mobiltelefone seien verkauft worden, zitiert Welt Kompakt den Vorstandsvorsitzenden Hamid Akhavan. Um den Deutschland-Start zu launchen, hat T-Mobile Deutschland deshalb schon mal vorab ein paar Testhandys verschickt. Wir haben uns die Tests auf Spiegel Online und in der Welt Kompakt durchgelesen.
Welt Kompakt (Ausgabe vom 20.01.2009) scheint dabei etwas zufriedener gewesen zu sein. Erfreut stellen die Tester fest, dass das G1 mit HSDPA deutlich schneller ist als das UMTS des iPhones (verschweigen allerdings, dass beide Handys ja auch WLAN haben, was ohnehin schneller ist). Positiv wird weiter vermerkt, dass das Google Phone G1 neben dem Touchscreen auch fünf Navigationstasten und eine vollständige QWERTZ-Tastatur mitbringt, was die Bedienung (zumindest für Menschen mit schlanken Fingern) deutlich vereinfacht. Besser als das iPhone ist das Google Handy auch beim Starten von Programmen. Während das iPhone immer nur eine Anwendung öffnen kann, ist das G1 Multitasking-fähig und kann so viele Programme auf einmal öffnen wie der Arbeitsspeicher zulässt.
Die Stärken des G1 liegen ganz klar im Internet. Welt Kompakt ist geradezu begeistert von der Navigation durch Webseiten. Flash-Seiten kann das G1 allerdings nicht darstellen, und außer YouTube auch keine Videos. Auch eine Zoomfunktion wie beim iPhone fehlt dem T-Mobile G1.
Spiegel Online legt hingegen gleich zu Beginn den Finger in die Wunde des G1. Im Gegensatz zu jedem anderen Handy auf der Welt, kann das G1 nicht über den PC mit Adressen und Kalenderdaten gefüttert werden, sondern ausschließlich über die Datendienste von Google. Wer also noch kein Google-Konto hat, mit Google Calendar, Google Mail usw., kann das G1 nicht bedienen. Und dass Google das nicht nur aus menschlicher Nächstenliebe macht, dürfte wohl jedem klar sein. Die Synchronisation mit Google funktioniere dann allerdings fantastisch gut. Surfen, mailen, telefonieren, einkaufen – alles über Google.
Ein großer Pluspunkt für das T-Mobile G1 sind die im Google Marketplace erhältlichen kostenlosen Zusatzprogramme (später sollen auch kostenpflichtige hinzukommen). Die beiden von Spiegel Online vorgestellten Programme machen Lust aufs Installieren. Mit ShopSavvy kann man mit der Kamera in Geschäften den Barcode einscannen. Das Programm fragt dann in einer Online-Datenbank nach dem günstigsten Preis in der Umgebung und zeigt mit Google Maps gleich den Weg dahin. Oder SkyMap: Es zeigt Sterne und Sternzeichen des Abendhimmels an, vor dem man gerade steht – selbst bei Wolken und Sonnenschein. Dreht man das Smartphone, dreht sich der Himmel auf dem Touchscreen in Echtzeit mit.
Besonders gelungen scheint der Testredaktion von Spiegel Online der Touchscreen des G1. Er reagiere wie das iPhone ohne Verzögerung, das Scrollen und Umblättern sei genauso wie bei Apples Kulthandy. Kombiniert mit dem Trackball könne man sogar einiges schneller mit dem G1 von T-Mobile arbeiten als mit dem iPhone. Wer also ohnehin schon einen Google-Account hat oder zumindest keine Probleme, Google alles von sich preiszugeben, kann am 2. Februar beherzt zum G1 greifen.
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